Autor: Irene Heffel-Boussaa

08.06.2026 | Armenian Studies Day

Das MALVA Center for the Study of War, Language, and Memory lädt alle Interessierten zum Armenian Studies Day am FTSK!

BesucherInnen und TeilnehmerInnen der Veranstaltung haben die Gelegenheit, mehr über Armenien, seine reiche Geschichte und sein dynamisches gesellschaftliches und politisches Leben zu erfahren und die Besonderheiten der armenischen Sprache, Literatur und Kultur kennenzulernen.

Kommen Sie am 8. Juni von 12:50 bis 13:30 Uhr ins Foyer im Eingangsbereich des Neubaus zu einem interaktiven Informationsangebot auf Deutsch über das armenische Alphabet und die armenische Sprache!

Von 18:30 bis 20:00 Uhr findet in Raum N 300 außerdem eine Diskussionsrunde auf Englisch statt. Im Mittelpunkt steht das Thema nationales Gedächtnis im Kontext des Wahlkampfs zu den Parlamentswahlen in Armenien am 7. Juni.
 
Gastredner: Dr. Narek Sukiasyan, Friedrich-Ebert-Stiftung, Yerevan, Armenia; Center for Culture and Civilization Studies; American University of Armenia
Online-Teilnahme an der Diskussion per Zoom ist möglich.
 
In Kürze erscheint außerdem eine Reihe von Postern mit informativen Inhalten zu Armenien.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die KoordinatorInnen der Veranstaltung: Heghine Barseghyan, Anna Sargsyan, Oleg Reut

Online-Publikation aus Übersetzungsprojekt

Im Rahmen der Projektwoche 2023 wurde von unseren Studentinnen Angela Schneider, Lidiia Taranova und Nurzada Zhakyp Kyzy unter der Leitung von Dr. Irina Pohlan die Broschüre "Energiesparen und Klimaschutz im Privathaushalt" der Initiative Südpfalz-Energie ins Russische übersetzt und auf der Homepage der ISE veröffentlicht (zur Pressemitteilung). Hier finden Sie auch die Übersetzung ins Ukrainische, die von unserer Lehrbeauftragten Irina Piechkurova angefertigt wurde.

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27.04.2026 | Infoveranstaltung zu dem Intensivkurs Russisch in Erivan (Armenien)

Foto: Elena Ferretti
Bereits zum dritten Mal wird in Zusammenarbeit mit der Brjussow-Universität in Erivan in diesem Sommer ein Intensivkurs für Teilnehmende mit Vorkenntnissen (ca. A2-B1) angeboten: 8.-21. August 2026. Studierende der JGU können sich um eine uni-interne Förderung bewerben.
Interessiert? Dann nehmen Sie an der Online-Infoveranstaltung am Montag, 27.4.2026 um 18 Uhr teil! >>> Link zu der Teilnahme
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07.05.2026 | Vortrag "Дискурсы смерти в России 2022-2023 гг." – Светлана Еремеева

Donnerstag, 07.05.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 7 мая 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 7 May 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227

С начала войны с Украиной в России тема смерти присутствует в публичном пространстве. Способы её дискурсивного существования представляют интерес для анализа, поскольку из отношений к мёртвым и с мёртвыми мы можем что-то важное узнать о живых.
Рабочий язык: русский. Докладчик выступит очно. Будет возможность присоединиться по Zoom.
Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories
Предстоящий семинар является частью научно-исследовательской деятельности созданного в феврале 2026 года MALVA Center for the Study of War, Language, and Memory.

24.04.2026 | Freitagskonferenz: "Wann ist man "deutsch genug"? Russlanddeutsche Biografien im Spiegel von Klischees und antiosteuropäischem Rassismus" – mit Ira Peter

Freitag, 24.04.2026, 11.20-12.50 Uhr, DOL II und online

Hier Russen, dort Deutsche: Sie wählen rechts, sprechen nur russisch und unterstützen Putin? Solchen und anderen Vorurteilen sehen sich russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler*innen ausgesetzt. An aufrichtigem Interesse und Wissen um die bewegte Historie der rund 2,5 Millionen in Deutschland lebenden Russlanddeutschen mangelt es in unserer Gesellschaft.

Ira Peter, die mit ihrer Familie als Neunjährige von Kasachstan nach Deutschland umsiedelte, beschreibt anhand ihrer eigenen bewegten Biografie die Erfahrungen und Konflikte der Russlanddeutschen – von der Scham über die sowjetische Herkunft über die fatalen Folgen kurzsichtiger Integrationspolitik bis hin zur »Anfälligkeit« für russische Einflussnahme wirft sie einen kritischen und zugleich feinfühligen Blick auf die von der Mehrheitsgesellschaft oft als fremd empfundenen Deutschen. Sie erklärt, wie die doppelte Diktaturerfahrung unter Stalin und Hitler Russlanddeutsche bis heute prägt und manche anfällig für völkisches Denken macht. Gleichzeitig zeigt Ira Peter, wie heterogen die Gruppe ist und warum »Deutschsein« für sie heute kein Kriterium mehr ist, um deutsch zu sein.

23.04.2026 | Buchpräsentation "DWELLING IN PARALLEL WORLDS – Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period and Afterwards"

Do, 23.04.2026, 17:00–18:30 Uhr, DOL V (N.300) | Четверг, 23 апреля 2026 г., аудитория N.300 (DOL V)

Buchpräsentation und Gespräch mit den HerausgeberInnen "DWELLING IN PARALLEL WORLDS Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period and Afterwards", hrsg. von Birgit Menzel und Anna Tessmann

Die Veranstaltung wird in deutscher und russischer Sprache abgehalten und von unseren Studierenden simultan verdolmetscht.

Der illustrierte Band „Dwelling in Parallel Worlds: Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period and Afterwards“ (2025), herausgegeben von den deutschen Wissenschaftlerinnen Birgit Menzel und Anna Tessmann, ist eine Sammlung von 64 kurzen thematischen Aufsätzen, Zeitzeugenberichten und Memoiren, die den esoterischen Untergrund der späten Sowjetunion, der frühen postsowjetischen Zeit und darüber hinaus dokumentieren. Die Texte kommentieren jeweils 2-3 prägnant ausgewählte Bilder. Die Beiträge stammen von einem internationalen Netzwerk aus 46 renommierten Fachleuten aus den Bereichen Geschichte, Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Translationswissenschaft und Anthropologie aus 17 Ländern sowie von langjährigen Teilnehmern in sowjetischen und postsowjetischen esoterischen Milieus. Der Band ist nach den Themen spirituelle Persönlichkeiten, Gemeinschaften und deren visionäre Projekte gegliedert. Er untersucht zeitgenössische Formen spiritueller Weitergabe sowie die weitreichenden transnationalen Verbindungen zwischen sowjetischen oder postsowjetischen Esoterikern und westlichen New-Age-Bewegungen. Zu den Themen gehören Theosophie, Astrologie, Tarot, Yoga, vedischer Feminismus, Exorzismus in der orthodoxen Kirche, esoterische Praktiken der Wassergeburt, die Anastasia-Bewegung und viele andere. Der Sammelband beleuchtet sowohl emanzipatorische als auch autoritär-nationalistische Strömungen innerhalb dieser vielfältigen spirituellen Milieus. Er lädt zu vergleichenden Perspektiven auf New-Age-Spiritualitäten im sozialistischen Kontext ein und untersucht deren unterschiedliche Entwicklungswege nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Birgit Menzel ist Professorin für russische Kultur und Literatur an der Universität Mainz in Germersheim.

Anna Tessmann ist Wissenschaftlerin für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg.

16.4.2026 | Vortrag "From Russia with Love: Transnational Corruption and Sanctions Bypass in the Ukraine War" – Aljona Wandyschewa

Donnerstag, 16.4.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 16 апреля 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 26 Apr 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227
Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories
Working language: English. Q&A: English/Russian. The speaker will join online, while the discussion will take place in a hybrid format with participants attending both in person and online.
The war in Ukraine takes countless lives, yet it also opens new opportunities for those who exploit conflict for profit. In Russia, the full-scale invasion combined with entrenched state capture has created ideal conditions for reallocating resources to regime loyalists. This process strengthens corruption networks at both federal and regional levels, fuels more sophisticated money-laundering and sanctions-evasion schemes, and enables authoritarian actors to export these practices worldwide. The global spread of such corrupt tools illustrates the logic of authoritarian learning.
To effectively counter these illegal practices, researchers, civil society, and policymakers must rely on data from investigative journalism and academic research. This seminar will explore the following issues:
• How Putin’s elite enriches itself through the war in Ukraine • Shifts in corruption levels in Russia since the invasion • How sanctions-evading global networks operate (with a focus on the Garantex case) • The new face of Russian money laundering and sanctions evasion • Links between the nationalization process and corruption • The role of civil society in countering corruption despite mounting risks.
This upcoming seminar is part of the research activities of the MALVA Center for the Study of War, Language, and Memory

26.3.2026 | Vortrag "Imagined Futures of Russia among Post-2022 Russian Migrants" – Tomasz Rawski

Donnerstag, 26.3.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 26 марта 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 26 Mar 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227

Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories

Working language: English. Q&A: English/Russian. The speaker will join online, while the discussion will take place in a hybrid format with participants attending both in person and online.
This presentation focuses on imagined futures of Russia among post-2022 Russian migrants, i.e. people who left their country after the outbreak of Russia’s invasion of Ukraine. It presents the typology which covers a continuum of different scenarios considered realistic by the respondents: from very optimistic visions of the imminent end of Vladimir Putin and the rapid democratization of the country, to ambivalent visions of the territorial disintegration of the Russian Federation, to more pessimistic visions of the slow and socially painful slide of the current authoritarian regime into totalitarianism.
The presentation is based on 99 interviews conducted in nine countries. It sheds light on the hitherto heavily under-researched perspective of post-2022 Russian migrants, the vast majority of whom have openly declared their anti-Putinist position.
This upcoming seminar is part of the research activities of the MALVA Center for the Study of War, Language, and Memory

19.2.2026 | Vortrag "Aufstieg und Fall des Paragraphen 22.2" – Oleg Reut (Vortrag auf Russisch)

Donnerstag, 19.2.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 19 февраля 2026 г., аудитория А.227

Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories

Рабочий язык: русский. Докладчик выступит очно. Будет возможность присоединиться по Zoom. Ведущий: Арсений Куманьков
Взлёт и падение § 22.2
На основе описательного портрета россиян-обладателей гуманитарных виз Германии по параграфу 22.2 (AufenthG – Закона о пребывании иностранцев) выявляются паттерны адаптации и интеграции в стране приёма, а также анализируется уровень коммеморативных (и более широко – общественно-политических) активностей как в Германии, так и направленных на Россию и россиян. Они не являются заданными или статичными, а практически полностью зависят от динамики российско-украинской войны и ставшего резким изменения политики приёма мигрантов в Германии.

9.2.2026 | Vortrag "History Makers – The Construction of Aggressor Images in (Digital) Historical Propaganda in Putin-Era Russia" – Daniel Weinmann (Universität Heidelberg)

Montag, 9. Februar 2026, 16.50-18.20, Raum N.316 | Monday, 9 Feb 2026, 4.50-6.20 pm, room N.316

Daniel Weinmann

Vortrag auf Englisch

Link zur Online-Teilnahme

This PhD project investigates how officially sanctioned historical narratives are utilised in present-day Russia under Vladimir Putin to construct and stage hostility. The primary object of analysis is the “Russian Military Historical Society“ (RVIO), a Government-Organized Non-Governmental Organization (GONGO) that effectively simulates civil society while executing state memory politics. By combining historical inquiry with memory theory and media analysis, the project examines the “staging of enmity” across two levels: the institutional rise of the RVIO, and the analysis of digital propaganda. Case studies focus on YouTube series about “The Wild 90s” and the RVIO-journal “Ideology of the Future”. These sources reveal how the “Wild 90s” and the “Great Patriotic War” are reshaped to legitimise Russia’s war against Ukraine, producing and staging an “Ambivalent Enmity“ – characterised by simultaneous contradictions, such as framing Ukraine as both a “brother nation” and a “Nazi state.” The project thus contributes to understanding the performative dimensions of Russian authoritarianism in digital spaces and the development of its historical narratives.

Daniel Weinmann is a Research Associate and PhD candidate in the project “The Aggressor“ at Heidelberg University. He earned his B.Ed. and M.Ed. from the University of Tübingen in 2023 with a thesis on Vladimir Medinskij’s “histotainment” on YouTube. His research explores politics of history and remembrance cultures, historical propaganda, and the contemporary history of Russia and Ukraine, including Putinism and the transformations of the 20th and 21st centuries.