Donnerstag, 07.05.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 7 мая 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 7 May 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227
Vergangene Veranstaltungen
07.05.2026 | Vortrag "Дискурсы смерти в России 2022-2023 гг." – Светлана Еремеева
24.04.2026 | Freitagskonferenz: "Wann ist man "deutsch genug"? Russlanddeutsche Biografien im Spiegel von Klischees und antiosteuropäischem Rassismus" – mit Ira Peter
Freitag, 24.04.2026, 11.20-12.50 Uhr, DOL II und online
Hier Russen, dort Deutsche: Sie wählen rechts, sprechen nur russisch und unterstützen Putin? Solchen und anderen Vorurteilen sehen sich russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler*innen ausgesetzt. An aufrichtigem Interesse und Wissen um di
e bewegte Historie der rund 2,5 Millionen in Deutschland lebenden Russlanddeutschen mangelt es in unserer Gesellschaft.
Ira Peter, die mit ihrer Familie als Neunjährige von Kasachstan nach Deutschland umsiedelte, beschreibt anhand ihrer eigenen bewegten Biografie die Erfahrungen und Konflikte der Russlanddeutschen – von der Scham über die sowjetische Herkunft über die fatalen Folgen kurzsichtiger Integrationspolitik bis hin zur »Anfälligkeit« für russische Einflussnahme wirft sie einen kritischen und zugleich feinfühligen Blick auf die von der Mehrheitsgesellschaft oft als fremd empfundenen Deutschen. Sie erklärt, wie die doppelte Diktaturerfahrung unter Stalin und Hitler Russlanddeutsche bis heute prägt und manche anfällig für völkisches Denken macht. Gleichzeitig zeigt Ira Peter, wie heterogen die Gruppe ist und warum »Deutschsein« für sie heute kein Kriterium mehr ist, um deutsch zu sein.
23.04.2026 | Buchpräsentation DWELLING IN PARALLEL WORLDS – Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period and Afterwards
Do, 23.04.2026, 17:00–18:30 Uhr, DOL V (N.300) | Четверг, 23 апреля 2026 г., аудитория N.300 (DOL V)
Buchpräsentation und Gespräch mit den HerausgeberInnen – "DWELLING IN PARALLEL WORLDS – Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period and Afterwards", hrsg. von Birgit Menzel und Anna Tessmann
Die Veranstaltung wird in deutscher und russischer Sprache abgehalten und von unseren Studierenden simultan verdolmetscht.
Der illustrierte Band „Dwelling in Parallel Worlds: Esoteric and New Age Milieus in the Soviet Period
and Afterwards“ (2025), herausgegeben von den deutschen Wissenschaftlerinnen Birgit Menzel und Anna Tessmann, ist eine Sammlung von 64 kurzen thematischen Aufsätzen, Zeitzeugenberichten und Memoiren, die den esoterischen Untergrund der späten Sowjetunion, der frühen postsowjetischen Zeit und darüber hinaus dokumentieren. Die Texte kommentieren jeweils 2-3 prägnant ausgewählte Bilder. Die Beiträge stammen von einem internationalen Netzwerk aus 46 renommierten Fachleuten aus den Bereichen Geschichte, Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Translationswissenschaft und Anthropologie aus 17 Ländern sowie von langjährigen Teilnehmern in sowjetischen und postsowjetischen esoterischen Milieus. Der Band ist nach den Themen spirituelle Persönlichkeiten, Gemeinschaften und deren visionäre Projekte gegliedert. Er untersucht zeitgenössische Formen spiritueller Weitergabe sowie die weitreichenden transnationalen Verbindungen zwischen sowjetischen oder postsowjetischen Esoterikern und westlichen New-Age-Bewegungen. Zu den Themen gehören Theosophie, Astrologie, Tarot, Yoga, vedischer Feminismus, Exorzismus in der orthodoxen Kirche, esoterische Praktiken der Wassergeburt, die Anastasia-Bewegung und viele andere. Der Sammelband beleuchtet sowohl emanzipatorische als auch autoritär-nationalistische Strömungen innerhalb dieser vielfältigen spirituellen Milieus. Er lädt zu vergleichenden Perspektiven auf New-Age-Spiritualitäten im sozialistischen Kontext ein und untersucht deren unterschiedliche Entwicklungswege nach dem Zerfall der Sowjetunion.
Birgit Menzel ist Professorin für russische Kultur und Literatur an der Universität Mainz in Germersheim.
Anna Tessmann ist Wissenschaftlerin für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg.
16.4.2026 | Vortrag "From Russia with Love: Transnational Corruption and Sanctions Bypass in the Ukraine War" – Aljona Wandyschewa
Donnerstag, 16.4.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 16 апреля 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 26 Apr 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227
26.3.2026 | Vortrag "Imagined Futures of Russia among Post-2022 Russian Migrants" – Tomasz Rawski
Donnerstag, 26.3.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 26 марта 2026 г., аудитория А.227 | Thursday, 26 Mar 2026, 1.30-3.30 pm, room A.227
Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories

19.2.2026 | Vortrag "Aufstieg und Fall des Paragraphen 22.2" – Oleg Reut (Vortrag auf Russisch)
Donnerstag, 19.2.2026, 13.30-15.30, Raum A.227 | Четверг, 19 февраля 2026 г., аудитория А.227
Vortrag im Rahmen des Seminars Umkämpftes Gedächtnis | Erinnerung konfrontieren / Contested Memory | Confronting Memories

9.2.2026 | Vortrag "History Makers – The Construction of Aggressor Images in (Digital) Historical Propaganda in Putin-Era Russia" – Daniel Weinmann (Universität Heidelberg)
Montag, 9. Februar 2026, 16.50-18.20, Raum N.316 | Monday, 9 Feb 2026, 4.50-6.20 pm, room N.316

Vortrag auf Englisch
Link zur Online-Teilnahme
This PhD project investigates how officially sanctioned historical narratives are utilised in present-day Russia under Vladimir Putin to construct and stage hostility. The primary object of analysis is the “Russian Military Historical Society“ (RVIO), a Government-Organized Non-Governmental Organization (GONGO) that effectively simulates civil society while executing state memory politics. By combining historical inquiry with memory theory and media analysis, the project examines the “staging of enmity” across two levels: the institutional rise of the RVIO, and the analysis of digital propaganda. Case studies focus on YouTube series about “The Wild 90s” and the RVIO-journal “Ideology of the Future”. These sources reveal how the “Wild 90s” and the “Great Patriotic War” are reshaped to legitimise Russia’s war against Ukraine, producing and staging an “Ambivalent Enmity“ – characterised by simultaneous contradictions, such as framing Ukraine as both a “brother nation” and a “Nazi state.” The project thus contributes to understanding the performative dimensions of Russian authoritarianism in digital spaces and the development of its historical narratives.
5.-7. Februar 2026 | Escaped Memory: Transmitting Narratives, Images and Technologies – International Conference
Escaped Memory: Transmitting Narratives, Images and Technologies – International Conference
5-7 February, 2026, Johannes Gutenberg University, Germersheim Campus
War not only kills; it also displaces—and, in doing so, reshapes how uprooted societies and individuals engage in mnemonic practices. Since February 2022, the full-scale invasion of Ukraine has generated new waves of Russian and Ukrainian emigration, dispersing people across Europe and beyond. In such a context, memory has functioned as a shared language, bringing together actors from diverse social, cultural, and political backgrounds. Remembrance practices have become a central arena for meaning-making, community-building, grief, protest, and political positioning.
3.2.2026 | Vortrag "’Oioioi, die Russen kommen’ – Postsowjetische Populäre Musik in Deutschland": David-Emil Wickström (Popakademie Mannheim)
Dienstag, 3.2.26, 9.40-11.10 Uhr, Raum N.308
Prof. Dr. David-Emil Wickström von der Popakademie Mannheim wird mit vielen Musikbeispielen über postsowjetische Popmusik in Deutschland berichten.
Der Vortrag findet im Rahmen der Vorlesungsreihe "Transkulturalität und Transnationalität" statt.
Die Veranstaltung ist offen für alle, Russischkenntnisse sind NICHT erforderlich.
Oioioi, die Russen kommen’ – Postsowjetische Populäre Musik in Deutschland
Als die Erste Allgemeine Verunsicherung 1997 sang: „Oioioi, die Russen kommen! Nastrowje, und schon sind sie da!", war „die Russen" ein populärer Sammelbegriff für Menschen, die verstärkt nach der deutschen Wiedervereinigung aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland und Österreich migrierten. Die erste Liedzeile „Igor kam aus Kasachstan mit Transsibirski Eisenbahn" verweist dabei bereits ironisch auf die Heterogenität dieser Migrationsbewegungen, die im öffentlichen Diskurs jedoch weitgehend nivelliert wurde. Weiterlesen "3.2.2026 | Vortrag "’Oioioi, die Russen kommen’ – Postsowjetische Populäre Musik in Deutschland": David-Emil Wickström (Popakademie Mannheim)"
29.01.2026 | Ausstellung "Menschen im Krieg: Fotoreportagen von Victoria Ivleva" – Eröffnungsveranstaltung
Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 29.01.2026, 18:30 Uhr, FTSK Neubau, 2. OG
Eine russische Journalistin im ukrainischen Krieg
Die russische Fotografin und Journalistin Victoria Ivleva wurde für ihre Aufnahmen aus dem havarierten Atomreaktor Tschernobyl mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. In Moskau hatte sich die 66 Jahre alte Ivleva für ukrainische politische Häftlinge in russischen Gefängnissen eingesetzt. Gleich nach Kriegsbeginn ist Ivleva nach Kiew umgezogen. Von dort berichtet sie über ihre Arbeit bei der Hilfe von Menschen und beim Dokumentieren von Massengräbern.
Der Vortrag wird von den Studierenden aus dem Russischen ins Deutsche gedolmescht.


